Home-Office Hacks für mehr Produktivität

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Nicht nur Selbständige, sondern zunehmend auch Angestellte bekommen die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Das Arbeitsumfeld kann in Bezug auf die Produktivität einen wesentlichen Einflussfaktor darstellen. Dazu zählen nicht nur die Farben der Wände oder die Anzahl der Blumen.



Hier sind 9 Ideen für mehr Produktivität und ein besseres Wohlgefühl im Home-Office.

Schreibtisch aufräumen bevor es losgeht
Nichts lenkt einen mehr ab, als ein unaufgeräumter Schreibtisch. Fördert Chaos die Kreativität? Ja, vielleicht. Aber es lenkt eben auch ab. Um richtig „abzutauchen“ und sich zu konzentrieren, braucht man daher schon Laser-Fokus, d.h. man muss sich auf einen bestimmten Punkt oder Teilbereich konzentrieren und alle anderen, vorhandenen jedoch nicht benötigten Materialen ausblenden können. Auf Dauer ist das sehr anstrengend und gelingt nur den wenigsten Menschen. Daher sollten auf der Schreibtischoberfläche optimalerweise nur die Dinge platziert werden, die mit der aktuellen Aufgabe im Zusammenhang stehen, Platz für Notizen bieten und freie Flächen bspw. für eine ungestörte Mauskoordination am Computer bieten.

Tageslicht im Home-Office
Helles Tageslicht spart nicht nur Strom gegenüber der künstlichen Beleuchtung, sondern ist auch noch schonender für die Augen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Tageslicht nicht immer mit der gleichen Intensivität und Farbgebung vorhanden ist. Vorbeiziehende Wolken, gebrochenes Licht etc. nimmt das Gehirn als Veränderung der Umgebung wahr und wird dadurch auch angeregt. Die Folgen sind, dass man wacher und konzentrierter ist als unter konstantem Kunstlicht, auch wenn die empfohlenen Lux-Werte eingehalten werden. Wenn es also irgendwie möglich ist, gehört Tageslicht in jedes Home-Office. Glühbirnen, die Tageslicht produzieren, kann man in Baumärkten zum Beispiel auch käuflich erwerben, sollte eine natürliche Lichtdurchflutung nicht möglich sein.

Mach es Dir bequem
Es soll Leute geben, die glauben von 12 Uhr mittags bis 17 Uhr abends in Shorts vor dem Rechner sitzen zu können und dabei Millionen zu verdienen. Die Realität sieht meistens etwas anders aus. Das ist auch nicht das, was man unter bequem verstehen sollte. Es ist wichtig, sich trotz dieser Möglichkeit, nicht gehen zu lassen. Es muss aber eben auch nicht der Anzug sein. Jeans und T-Shirt, Musik in den Ohren und der bequemste Sessel, den man sich vorstellen kann, sind doch schon fast ein Garant für einen brillanten Start in den Tag. Wer sich nicht gut fühlt, kann dies auch nur selten ausstrahlen. Kunden und Kollegen merken dies und es wird zumindest auf Dauer das gesamte Arbeitsergebnis beeinflussen. Wer sich frisch und fit fühlt, wird keine Probleme damit haben, so für die nächsten Stunden gut zu arbeiten.

Radio statt Fernseher
Fernsehen bei der Arbeit lenkt ab, sobald etwas Interessantes gesendet wird und interessant ist bei laufendem Fernseher fast alles. Natürlich kann es im Radio auch interessante Beiträge geben. Daher tendiere ich eher dazu, Musik zu empfehlen, die nicht nicht ablenkt und im Hintergrund läuft. Aber selbst bei interessanten Gesprächen ist es leichter wegzuhören als vom Fernseher wegzusehen.

Häusliche Verpflichtungen reduzieren oder sogar vermeiden
Speziell wenn Familienangehörige ebenfalls zu Hause sind, ist es manchmal nicht leicht, sich nicht ablenken zu lassen. Eine Möglichkeit hierfür ist, die Lieben zu bitten, so zu tun, als wäre man nicht daheim oder man vereinbart feste Ansprechzeiten, bspw. im Rahmen auch in den Unternehmen üblichen Pausenzeiten. So kann, wer im Home-Office tätig ist, produktiv sein und je nach vorheriger Absprache der Familie Gehör schenken. wichtig ist auch, sich durch den Satz: „Du bist ja eh zuhause, kannst Du mal eben … “ von der Arbeit abbringen zu lassen. Denn nichts ist tödlicher für kreative Denkprozesse, als wenn man zum Beispiel durch die Frage nach dem Geburtsdatum der Oma gestört wird oder kurz in den Supermarkt fährt.

Telefon auf lautlos stellen
Ich bin Frühaufsteher. Nicht etwa, weil ich immer so früh aufwache sondern weil man morgens von Anrufen ungestört arbeiten kann. Ich habe das Gefühl, bis 9 Uhr mehr zu schaffen als andere den ganzen Tag. Wenn man jedoch nicht der Typ dafür ist und sich auch nicht selbst dazu zwingen möchte, kann man zumindest für 2-3 Stunden das Telefon auf lautlos stellen. Vielleicht über die Mittagszeit, in der eh kaum jemand anruft? Allein das Gefühl zu haben, vom Telefon befreit zu sein, kann zu ungeahnten Produktivitätsschüben führen. Und die Anrufer von 11 Uhr freuen sich auch um 14 Uhr noch über einen Rückruf. Wer für Notfälle dennoch erreichbar sein möchte, kann z.B. beim iPhone die „Nicht Stören“ Funktion nutzen, die je nach Einstellung Anrufe erst beim zweiten Versuch durchlässt. Darüber hinaus kann man gegenüber Kollegen oder Kunden auch feste Zeiten kommunizieren, in denen keine Anrufe entgegen genommen werden. Wenn man Ihnen erklärt, dass in dieser Zeit störungsfrei an den Leistungen des Unternehmens gearbeitet wird, stößt das in der Regel auf Akzeptanz und Verständnis.

Die Promodoro-Technik
Statt stundenlang durchzuarbeiten, solltest man sich einen Wecker stellen, der alle 25 oder auch 50 Minuten klingelt – dann 5 oder 10 Minuten Pause machen, um etwas zu trinken und sich die Beine zu vertreten. Die Bezeichnung „Promodoro-Technik“ kommt daher, dass man dafür Küchenuhren nutzen kann, welche eben wie eine Tomate aussehen. Wie dem auch sei, in der gesetzten Zeit (Promodori), solltest man dann nichts anderes machen als an einer Sache zu arbeiten, die man sich vorgenommen hat, das bedeutet auch, keine Emails lesen oder beantworten, keinen Telefonanruf tätigen oder entgegen nehmen … nichts. Promodori sind unteilbar und die Pausen sind Pflicht.

Take a walk! Der Lauf aus der Sackgasse
Was im Büro oft nicht möglich ist, klappt vom Home-Office aus um so besser. Die Situation, gedanklich in der Sackgasse zu stecken und zu keiner Lösung zu kommen oder ein Thema bearbeiten zu müssen und völlig blockiert zu sein, kennt jeder. Hier ist die Lösung: Gehe spazieren oder joggen. Auch verschiedene Entspannungstechniken können hilfreich sein. Wichtig ist jedoch, dass man es nicht länger als 20-30 Minuten macht und den Szenenwechsel bewusst genießt, indem man nicht an die Arbeit denkt. Durch Ausprobieren kann man nicht nur die richtige Bewegungsart oder Entspannungstechnik für sich finden, sondern auch einen individuell auf sich abgestimmten Rhythmus im Arbeitsalltag einbauen. Generell ist regelmäßiger Sport einer sehr gute Möglichkeit, die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Dadurch fühlt man sich gleich viel frischer und die Ideen können auch wieder sprudeln.

Investiere in ein WhiteBoard
Es muss kein großes Board sein, ein kleines reicht. Am besten da, wo man es immer im Blick oder in Reichweite hat. Anstatt sich mit vielen Zetteln zu verzetteln, kann man seine Notizen nun auf ein Whiteboard schreiben. Das hilft bei der ersten Aufgabe siehe oben und ist dabei auch noch schonender für die Umwelt. Sobald eine Aufgabe oder eine Notiz erledigt ist, diese unbedingt auch wieder vom Whiteboard entfernen.



Wer im Home-Office arbeitet, kann schnell abgelenkt werden. Abgelenkt von Personen oder Gegenständen. Richte Dein Home-Office so ein, wie es Dir am besten gefällt. Je wohler Du Dich fühlst, desto einfacher wird es Dir fallen Dich voll und ganz auf Deine Arbeit zu konzentrieren.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Arbeit im Home-Office gemacht und was hilft Euch produktiver zu sein? Lasst es uns wissen…

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