Existenzgründung: Erfolgsfaktor 50plus

Smiling senior businessman

Die Gründung des eigenen Unternehmens ist keine Frage des Alters. Aus Erfahrung wissen wir, dass es auch in der Generation 50plus noch viele Menschen gibt, die nach einem bereits umfangreichen Arbeitsleben den Traum vom eigenen Unternehmen oder einer selbständigen Tätigkeit träumen, sich jedoch häufig fragen, ob die Gründung eines Unternehmens in der zweiten Lebenshälfte einer oftmals sicheren und langjährigen Tätigkeit in einem bestehenden Unternehmen entgegensteht.



Wir haben 7 Erfolgsfaktoren zusammengetragen, die zu einer Existenzgründung 50plus motivieren:

Lebenserfahrung

Aufgrund einer höheren Lebenserfahrung, verbunden mit zahlreichen erlebten und bewältigten Höhen und Tiefen des Lebens, sind ältere Arbeitnehmer häufig eher in der Lage, eine Situation besonnen anzugehen und realistisch einzuschätzen. Eigenes Wissen und Handeln können dadurch kritischer hinterfragt und reflektiert werden. Somit lassen sich auch Fehlentscheiden vermeiden, wenn in der Planung eines Vorhabens nicht nur die eigenen Stärken und Schwächen realistisch eingeschätzt werden, sondern auch alle Schritte der Umsetzung umsichtig angegangen werden.

Berufs- und Führungserfahrung

Arbeitnehmer/innen und Personen 50plus verfügen in der Regeln über eine langjährige Berufserfahrung. Diese kann einhergehen mit verschiedenen Branchen- und Berufserfahrungen, häufig ergänzt durch Erfahrungen in der Führung von Menschen. Ältere Menschen haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen und auch scheinbar schwierige Arbeitsaufgaben zu bewältigen. Arbeitnehmer/innen 50plus sind zudem oftmals gelassener als jüngere Menschen und können aufgrund ihrer sozialen Kompetenz Kritik- und Konfliktthemen mit der erforderlichen Objektivität und Distanz betrachten.

Geringere familiale Verpflichtungen

Ältere Arbeitnehmer/innen sind deutlicher häufiger als jüngere Menschen nicht durch familiale Verpflichtungen gebunden. Kinder sind häufig schon aus dem Haus und leben ihr eigenes Leben. Nicht selten entdecken Menschen dann, dass sie nach neuen Herausforderungen streben, um dem eigenen Leben eine neue Richtung, neue Impulse zu geben oder nun endlich, da die finanzielle Sicherheit für das Familienleben nicht mehr erforderlich ist, den Schritt in eine, auf den ersten Blick unsichere, unsichere Existenz wagen.

Eigenkapital und Sicherheiten

Gründer/innen 50plus verfügen häufiger als jüngere Menschen über eine gesicherte finanzielle Existenz verbunden mit einem höheren Anteil an Eigenkapital und weniger privaten finanziellen Verpflichtungen. Sie konnten das bisherige Leben für den Vermögensaufbau nutzen und nicht selten ist auch das Eigenheim bereits abgezahlt. Hinzu kommt, dass ältere Menschen häufig eine stabile und gewachsene Beziehung zu ihrer Hausbank pflegen. Diese Faktoren erhöhen zum einen die Chancen für den Erhalt von Fremdkapital, wobei in der Regel durch die Beisteuerung von eigenem Kapital weniger Fremdmittel beschafft werden müssen und diese (ganz oder teilweise) durch Förderprogramme für Gründer/innen gedeckt werden können.

Fachkräftemangel und demografischer Wandel

Angesichts des demografischen Wandels, d.h. der Tatsache, dass es in Deutschland in Zukunft nicht nur immer mehr ältere Arbeitnehmer geben wird und gleichzeitig weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt einsteigen, wird es auch zunehmend Menschen geben, die den Schritt in die Selbständigkeit gehen möchten. Damit ist ein möglichst langer Verbleib von älteren Menschen im Erwerbsleben nicht nur erforderlich, sondern auch dringend erwünscht. Als Gründer können sie Produkte und Leistungen mit hoher Qualität anbieten sowie als zukünftige Arbeitgeber/innen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Kompetenz an jüngere Menschen weitergeben.

Vernetzung

Ältere Menschen verfügen in der Regel über einen im Laufe der Jahre gewachsenen und stabilen familialen und beruflichen Kreis sozialer Kontakte. Im beruflichen Umfeld zählen dazu (aktuelle und ehemalige) Kollegen, Chefs und Kontakte aus anderen Unternehmen, mit denen eine Zusammenarbeit besteht oder bestand. Zum privaten Umfeld zählen Familie, Freunde, Nachbarn und weitere Bekannte. Aus diesem umfangreichen Netzwerk können Ressourcen für das eigene Gründungsvorhaben gezogen werden, die insofern von Anfang an Erfolg versprechend sind, als dass aufgrund der langjährigen Verbindung und der Tatsache, dass man die eigenen Kompetenzen und die des anderen kennt, die Kontakte und Kompetenzen sinnvoll verbunden und ergänzt werden können.

Leistungsbereitschaft

Arbeitnehmer/innen 50plus entdecken in der zweiten Lebenshälfte, häufig dann, wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen, eine neue Lust am Leben und auf beruflichen Erfolg. Die körperlichen und geistigen Kapazitäten sind noch immer sehr hoch, die ganze Energie und Konzentration kann auf das Gründungsvorhaben gelegt werden. Damit erwächst häufig eine ungeahnte Leistungsfähigkeit und nun genutzte innere Leistungspotenziale mehren die Motivation und Lust auf Erfolg bei der Umsetzung des eigenen Gründungsvorhabens und beim Aufbau des eigenen Unternehmens.



Was denkt Ihr, kann man überhaupt zu alt sein um zu Gründen? Lasst es uns wissen…

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