So ziehen Startups Talente an und halten sie

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2015-06-26 | 14:32 h
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Die Startupszene in Deutschland ist noch lange nicht auf Ihrem Höhepunkt angekommen. Genau genommen, stehen wir noch am Anfang. Investments sind oft noch verhältnismäßig klein und auch der Anteil der deutschen Bevölkerung, welcher sich vorstellen kann als Unternehmer tätig zu werden, liegt unter 20%. Zum Vergleich: Laut Forbes, beträgt der Anteil der Menschen in den USA, die gute Chancen für sich als Unternehmer sehen, bei 43%.

Gerade Unternehmer, die über ein knappes Budget verfügen, müssen Mitarbeiter anders anziehen und halten als einfach nur mit Geld. Startups mit üppiger Finanzierung müssen zwar auch sehen, dass Sie optimieren und sparen wo es möglich ist, ein Wegfall einer Fachkraft schmerzt sie jedoch weniger, da dies eine Ausnahmesituation darstellt, die man mit höherem monetärem Einsatz ausgleichen kann, sofern es zielführend ist.

Königsdisziplin in jeder HR-Abteilung, ob Startup oder nicht, ist es nicht finanzielle sondern kulturelle Anreize und Abhängigkeit zum Unternehmen zu schaffen. Wie das aussehen kann, sollen die folgende Punkte zeigen:

 

Mach das Erstgespräch zum Erlebnis

Wenn sich Mitarbeiter nach einem neuen Job umsehen, steht nicht unbedingt eine Verbesserung des Einkommens im Vordergrund sondern der Wunsch nach „etwas Neuem“. Insbesondere dann, wenn Bewerber aus alteingesessenen Unternehmen entscheiden in die Startup-welt einzutauchen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Frust und Langeweile im Job der Beweggrund sind.

Welchen Eindruck würde so ein Bewerber gewinnen, wenn das Bewerbungsgespräch auf dem Dach des Hauses beginnt und erst im Verlauf der Unterhaltung in Räumlichkeiten des Unternehmens verlagert werden? Langweilig wirkt solch ein Unternehmen sicher nicht auf den ersten Blick. Wichtig ist natürlich immer, dass auch die professionelle Seite des Unternehmens präsentiert wird.

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Zeichne das Bild größer als die Wirklichkeit

Kannst Du Dich noch erinnern, wie Du als Kind beim Spielen gegen Drachen gekämpft hast, beim Fahrrad fahren ja eigentlich geflogen bist und der Sprung vom Dreimeterbrett im Schwimmbad eigentlich schon fast 5 Meter waren?

Genau darum geht’s! Es ist nicht wichtig was Du hast und vorzeigen kannst sondern was Du für Bilder zeichnen kannst und wie Du es schaffst diese Bilder nicht nur für Dich sondern auch für Deine Mitarbeiter „greifbar“ zu machen. Gib Deinen Mitarbeitern einen Grund gemeinsam mit Dir zu träumen. Motiviere sie, es jeden Tag zu tun um dann auch gemeinsam auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Es muss jedem einzelnen klar sein, warum es sich für das Unternehmen aber auch für ihn persönlich lohnt das Ziel zu erreichen. Das Ziel muss zu sehen sein. Es ist wie bei einem Fußballspiel. Das Tor ist anvisiert und natürlich gibt es keine Garantie, dass Du die Pille reinbekommst aber mit einer gemeinsamen Sicht auf das Ziel, gutem Teamwork und dem Glauben an die Mannschaft, spielt es sich einfach besser. Es macht mehr Spaß und selbst Niederlagen auf dem Weg zum Ziel lassen sich leichter wegstecken.

 

Erfolge, ob groß oder klein, müssen zusammen gefeiert werden

Ist der Mitarbeiter erst einmal im Unternehmen, gilt es ihn auch zu (unter)halten. Es ist kein Geheimnis, dass Menschen immer nach Bestätigung suchen, in welcher Form auch immer. Es schafft ein Gefühl der Anerkennung und gibt Sicherheit. Für Mitarbeiter ist regelmäßige Bestätigung auch eine Art „Temperatur-Check“. Möchte man jedoch auch das Zusammengehörigkeitsgefühl steigern, müssen Mitarbeiter an den Erfolgen anderer beteiligt werden.

Wenn es nun kleine Erfolge wie etwa die Fertigstellung eines Codes durch die Entwickler oder das Erreichen der geforderten Verkaufszahlen durch das Vertriebsteams gibt, sollte dies nicht nur in einem Report oder in einem Jourfix nebenbei erwähnt werden.

Es ist Monatsende und wir liegen im Plan? Alles klar, gratis Pizza für alle! Das Erreichen von Zielen bedeutet in der Regel, dass es dem Unternehmen gut geht oder man auf dem Weg dahin ist. Und zu den Zielen sollten nicht nur jene gehören, welche direkten Umsatz verursachen. Wurden gesteckte Ziele übertroffen, fliegen die Korken zum Quartals- oder Monatsende. So stärkt man die Bindung unter den Mitarbeitern sowie zum Unternehmen.

 

Fehler machen gehört dazu

Um sich als Startup schnell zu bewegen, müssen Risiken in Kauf genommen werden. Dazu gehört auch, dass Mitarbeiter Entscheidungen allein treffen dürfen, die ihren Verantwortungsbereich betreffen.

Als Unternehmer muss man in Kauf nehmen, dass dabei auch Fehler passieren. Wichtig ist nur, dass aus den Fehlern auch gelernt wird und der Fehler nicht ein zweites Mal vorkommt.

Um sicherzustellen, dass nicht nur der Mitarbeiter sondern auch das Unternehmen an den Fehlern wächst, könnten zum Beispiel regelmäßige gemeinsame Review Sessions durchgeführt werden, in denen es einzig und allein darum geht, welche Fehler gemacht wurden und was man daraus gelernt hat. Auch hier gehört das Zelebrieren der neu gewonnenen Erkenntnisse dazu!

 

 

Grundsätzlich, sollte man sich gut überlegen Firmenanteile abzugeben, für Dinge die man mit Geld bezahlen kann. Der Grund liegt auf der Hand. Firmenanteile steigen idealerweise im Wert, Geld verliert. Es ist nur Papier, dessen Nennwert zwar gleich bleibt aber das in der Kaufkraft unweigerlich sinkt. Firmenanteile abzugeben, sollte somit als letzter Ausweg gesehen werden, nicht als erstbeste Möglichkeit um Mitarbeiter zu locken und zu halten.

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