Märkte am Morgen: Rocket Internet steigert Umsätze und Verluste

Rocket Internet konnte die Profitabilität seiner diversen Unternehmen zuletzt wieder etwas steigern. Dennoch verdreifachte die Muttergesellschaft ihre Verluste.

Der Startup-Inkubator Rocket Internet hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2016 veröffentlicht. Aus dem gestern in Berlin vorgestellten Zahlenwerk geht hervor, dass ausgewählte Unternehmen aus dem Portfolio von Rocket ihre Profitabilität zuletzt wieder steigern konnten.

Zu den Unternehmen, die ihre Verluste reduzieren und die Umsätze steigern konnten, zählen unter anderem Hellofresh, Lamoda und Home24. Die Aktie des Berliner Inkubators konnte von den neuen Zahlen indes zunächst nicht profitieren. Die Anleger warten noch immer noch auf schwarze Zahlen bei den ersten Unternehmen im Portfolio und auf den ersten Börsengang, der laut der 2015 veröffentlichten Roadmap bis März diesen Jahres erfolgen sollte. Delivery Hero ist hierfür vorgesehen, nachdem Westwing und Hellofresh ihre entsprechenden Pläne bereits vor Jahren auf Eis legten. Doch auch beim Lieferdienst gibt es derzeit keine konkreten Planungen.

Muttergesellschaft verdreifacht Verluste

Delivery Hero konnte seinen Umsatz zuletzt um 78% auf rund 297 Millionen Euro steigern.

Während sich ausgewählte Unternehmen im Portfolio zuletzt also positiv entwickelten, verdreifachten sich die Verluste der Dachgesellschaft auf 741,5 Millionen Euro. Kritisch sehen Beobachter vor allem, dass Rocket nur die Zahlen von ausgewählten Unternehmen im Portfolio veröffentlicht. Angemahnt wird hier eine fehlende Transparenz. Zuletzt stieß der schwedische Großinvestor Kinnevik die Hälfte seiner Rocket-Anteile ab und stellte weitere Verkäufe ab Mai in den Raum.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Otto Michael Otto kritisierte überdies die schlechte Performance von Rocket Internet und monierte, das Unternehmen beschädige die Glaubwürdigkeit der Gründerszene.

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