Lieferando Gründer Christoph Gerber: Rocket -Modell hat ausgedient

Der Startup-Veteran Christoph Gerber attestiert dem Inkubator Rocket Internet, sein Geschäftsmodell habe sich überlebt. Der Gründer des Lieferdienstes Lieferando hatte selbst einen steinigen Weg zum Erfolg beschritten.

Christoph Gerber glaubt, das Modell von Unternehmen wie Rocket Internet passe nicht mehr in die heutige Gründerzeit. Company Builder wie Rocket einer ist, werden heute nicht mehr in dem Umfang gebraucht wie früher, ist sich Gerber sicher. Mit Business Angels, allgemein verfügbaren, effektiven Tools und dem geballten Wissen um Unternehmensgründungen stehen Startups andere Wege in einen erfolgreichen Unternehmensbetrieb offen.

Unterdessen habe Rocket schon lange keine Erfolge mehr vorzuweisen. Was der letzte erfolgreiche Start eines Rocket-Unternhemens sei, er könne sich nicht erinnern, so Christoph Gerber in dem Podcast, den ihr hier anhören oder auf den bekannten Plattformen wie iTunes abonnieren könnt.

Berlin ist nicht die Hauptstadt der Welt

Auch die Startup-Kultur der Hauptstadt, Berlin weist noch immer die aktivste Gründerszene Deutschlands auf, sieht Christoph Gerber kritisch. Dort gäbe es zu viele Leute, die besser reden als agieren können, so der Gründer von Lieferando. Das Zentrum des Universums ist Berlin nicht, merkt der Mann an, dessen Startup lange auf der Kippe stand.

Im sich erst langsam entwickelnden Food Delivery-Markt hatte Lieferando kein leichtes Leben. Lange war Gerber überzeugt, er und seine Co-Founder würden niemals Geld mit dem Startup verdienen. Mehrfach stand die Pleite des Unternehmens kurz bevor. Aus diesen Jahren zog er die Lektion: Niemals aufgeben. Der Exit an die Takeaway.com-Gruppe erfolgte vielleicht in letzter Sekunde und machte ihn reich.

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