Frauen im IT-Bereich sind zu bescheiden

Frauen in der IT-Branche sind deutlich bescheidener bei ihren Gehaltsvorstellungen und dabei etwas besser qualifiziert als ihre männlichen Kollegen, das ergab eine Studie des Jobpoertals 4Scotty. Männer verlangen mehr, das Resultat liegt oft in der Mitte.

Eine im Auftrag des Online-Magazins Golem durchgeführte Studie des Jobportals 4Scotty hat gezeigt, dass Frauen deutlich bescheidener formulierte Gehaltsvorstellungen angeben, wenn sie sich um neue Jobs im IT-Segment bewerben. Sie geben hier durchschnittlich 50.400 Euro Jahresgehalt an.

Männliche Bewerber wollen dagegen durchschnittlich 66.500 euro sehen, fast ein Drittel mehr. Frauen werfen hier durchschnittlich knapp sechs Jahre Berufserfahrung in die Waagschale, Männer kommen auf durchschnittlich 7,6 Jahre. Beide Geschlechter bewerben sich auf ähnliche Positionen, allerdings verschicken Unternehmen deutlich weniger Angebote an Frauen, besonders, wenn es um das Besetzen von Führungspositionen wie CEO, CTO oder Entwicklungsleiter geht.

Männer verlangen zu viel, Frauen zu wenig

Weibliche Bewerber bei 4Scotty haben zu 83% einen Master-Abschluss, Männer kommen hier nur auf 68%. Dennoch verlangen sie deutlich mehr Gehalt. 4Scotty-Mitgründer Frank Geßner führt das auf einen Menthalitätsunterschied und frühe Entwicklungen in der Jugend zurück. Wenn man Frauen weniger nachdrücklich einreden würde, dass solche Jobs nichts für sie seien, wären die Diskrepanzen weniger ausgeprägt. In anderen Ländern wie den USA oder Indien lassen sich keine derart augenfälligen Unterschiede beobachten.

Interessanterweise bieten Arbeitgeber Frauen zumeist mehr Gehalt an als die verlangten, Männern wollen sie indes weniger zahlen. So werden weiblichen Bewerbern im Schnitt 56,800 Euro, im Jahr angeboten, Männern dagegen 60.600 Euro. Somit erreichen die meisten Männer ihre Wunschgehälter nicht, schneiden aber dennoch besser als ihre weiblichen Kollegen ab.

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