Elektrischer Angriff: Tesla-Chef Elon Musk soll BMW-Mitarbeitern Respekt einflößen

BMW nutzt das Elektroauto-Startup Tesla, um seine Mitarbeiter auf Trab zu halten. Ein Bild von Tesla-Chef Elon Musk soll als Motivator wirken.

Man kann nicht behaupten, deutsche Autobauer nehmen die Elektrifizierung der Straße grundsätzlich nicht ernst. BMW wählte jüngst sogar einen äußerst kreativen Ansatz, um seine Mitarbeiter auf die elektrische Zukunft einzuschwören. In speziellen Events, durch die der Münchner Automobilhersteller zuletzt zahlreiche Mitarbeiter schleuste, wurde die bittere Erkenntnis vermittelt, dass BMW in einigen Marktaspekten während der letzten Jahre vom Treiber zum Getriebenen geworden ist.

Elektrischen Angriff abwehren

In einer Präsentation, die als düsteres Menetekel dienen soll, fahren BMWs Konkurrenten Jaguar, Porsche und Mercedes über den Bildschirm. Schließlich taucht ein Porträt von Elon Musk auf. Das ist dann die Stelle, an der vom „elektrischen Angriff“ gesprochen wird, der bereits in vollem Gange sei. BMW sei hier abgeschlagen und drohe völlig ins Hintertreffen zu geraten, wenn seine Mitarbeiter diese Herausforderung nicht ernster nehmen, ist die Botschaft des Films.

Rund 14.000 Marketingleute, Fabrik-Manager und Ingenieure, knapp 10% der Belegschaft, haben die Präsentation, die BMW in einem Schulungszentrum unweit von München auf ganztägigen Veranstaltungen zeigt, seit Januar bereits gesehen. Union-Investment-Fonds-Manager Ingo Speich, ein Großaktionär mit etwa 1% Anteilen an BMW, erklärt, der Konzern sei von der US-Konkurrenz um Tesla abgehängt worden, das berichtet der US-Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg.

Der BMW i8 soll dabei helfen wieder ins Rennen einzusteigen. Seine Reichweite soll bei rund 400 km liegen. Die Schulung adressiert neben der Vorführung auch die Themen CarSharing, Laser-Sensoren und Batterietechnik und soll, wie BMW im Nachgang betont, keinesfalls Angst machen, sondern lediglich dazu beitragen, dass die Mitarbeiter , einen offenen Geist bewahren. Mit dem ausschließlich elektrisch getriebenen i3 compact in 2013 ist BMW recht zeitig in die Elektrifizierung eingestiegen, konzentrierte sich sodann jedoch vermehrt auf Hybriden.

Bis Ende des Jahrzehnts soll ein neuer, ausschließlich mit Batterien bestückter Wagen am Markt sein. Auch das Feld des autonomen Fahrens möchten die Münchner Tesla nicht überlassen, das bereits einen, wenn auch nicht unumstrittenen, Autopiloten anbietet.

(Bildquelle: Wikimedia • Brian Solis • CC BY 2.0)

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